Realitätsverlust - Grüne wollen Tunnelprojekte in München stoppen

14.03.2017

Wittmann fordert Bau des Landshuter Allee Tunnels

Wie heute der Presse zu entnehmen ist, wollen die Grünen im Münchner Stadtrat auf die Tunnelprojekte Landshuter Allee, Tegernseer Landstraße und Schleißheimer Straße verzichten. Die eingesparten Mittel sollen für andere Verkehrsformen wie den ÖPNV sowie den Rad- und Fußverkehr verwendet werden. Die Grünen wollen damit eine Verkehrswende in München herbeiführen. Die Landtagsabgeordnete für den Münchner Norden, Mechthilde Wittmann, kritisiert diese Pläne scharf.

 „Es zeigt sich einmal mehr, dass die Grünen hier einen völligen Realitätsverlust erlitten haben. Der Mittlere Ring in München ist die staureichste Strecke Deutschlands. Die Situation ist z. B. für die vielen tausend Anwohner der Landshuter Allee, mit über 150.000 Fahrzeugen täglich, völlig inakzeptabel“, so Wittmann. „Ständig werden dort trotz Geschwindigkeitsüberwachung die Grenzwerte der Abgas- und Lärmbelastung überschritten, insbesondere bei den gefährlichen Stickstoffoxiden und beim Feinstaub.“

Die Deutsche Umwelthilfe ist dagegen vor Gericht gezogen, um das von der EU verbriefte Recht auf saubere Luft einzuklagen. Vor diesem Hintergrund wird immer wieder ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge diskutiert. „Die Röhre im Westen würde ein ganzes Stadtviertel entlasten und wiedervereinen“, erklärt Mechthilde Wittmann, „das Projekt duldet einfach keinen Aufschub mehr.“

Bereits im November 2016 hat der Münchner Stadtrat beschlossen an den Tunnelprojekten festzuhalten und als Erstes den Tunnel an der Landshuter Allee zu planen und zu bauen. „Nach Fertigstellung des Luise-Kiesselbach-Tunnels ist das folgerichtig und logisch“, betont die CSU-Landtagsabgeordnete, die immer für das Projekt gekämpft hat und die Bürgerinitiative „Pro Landshuter Allee Tunnel“ unterstützt. Angesichts des Wachstums der Landeshauptstadt sei jetzt auch ein schneller Ausbau des ÖPNV und der Verkehrsinfrastruktur insgesamt dringend erforderlich. „Beides hinkt der tatsächlichen Entwicklung um 25 Jahre hinterher – genauso lange wurde München von rot-grün regiert“, stellt Mechthilde Wittmann fest.